Auch wenn der DAX momentan etwas schwächelt – die Konjunkturerwartungen der deutschen Unternehmen sind nach dem Index des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung erneut gestiegen. Dies ist nun zum achten Mal in Folge geschehen. Der Anstieg fiel mit einem Plus von 13,7 Zählern auf ein Niveau von 44.8 Punkten kräftig aus und liegt deutlich über dem historischen Mittelwert von 26,3 Punkten.
Nach Einschätzung des Mannheimer Instituts signalisiert „die erneute Erholung der Konjunkturerwartungen ..., dass der Optimismus sich festigt, obwohl Industrieproduktion und Auftragseingänge noch keine klare Aufwärtsbewegung zeigen“. Positiv wirke sich auch aus, dass die Unternehmen zunehmend Vertrauen in den Bankensektor schöpften. Ganz offenbar ist zumindest bislang die befürchtete Kreditklemme ausgeblieben.
(Grafik und Foto: ZEW Mannheim)
ZEW-Präsident Professor Wolfgang Franz, auch Vorsitzender des Sachverständigenrates zur Begutachtung der Gesamtwirtschaftlichen Entwicklung (Wirtschaftsweise), kommentiert die aktuellen ZEW-Konjunkturerwartungen wie folgt:
„Die Einschätzungen der Experten deuten darauf hin, dass die Abwärtsdynamik in diesen Wochen zum Stillstand kommt, und sie sehen Erholungstendenzen zum Ende des Jahres. Dieser vorsichtige Optimismus sollte nicht durch übermäßig pessimistische Mutmaßungen bereits im Keim erstickt werden."
Update vom 10. Juli 2009: "Gute Zahlen, und keiner will es wissen", titelt heute das Handelsblatt. Der Meinungsartikel befasst sich mit der aktuellen Zurückhaltung an der Börse, obwohl doch beispielsweise am Montag dieser Woche Auftragseingänge der deutschen Industrie gemeldet wurden, die neunmal höher ausgefallen seien als Analysten vorhergesagt hätten. Den ganzen Artikel des Handelsblattes lesen Sie hier.
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